Veneers
Ein Veneer ist eine dünne Keramikrestauration, die adhäsiv auf die vestibuläre Fläche der Frontzähne geklebt wird. Wir fertigen Veneers aus IPS e.max; Länge und Form legen wir vor der Präparation gemeinsam mit Ihnen anhand von Wax-up und Mock-up fest.

Indikationen
Wann empfohlen
- Verfärbungen, die auf Bleaching nicht ansprechen
- Form- und Größenanomalien, Zapfenzähne
- Diastemaschluss (je nach Fallplanung)
- Ästhetische Korrektur leichter Fehlstellungen
- Frakturen und Abrasionen der Inzisalkante
Was mit dem Labor abzustimmen ist
- Bei ausgeprägtem Bruxismus und Kopfbiss steigt das Frakturrisiko; Okklusion und Aufbissschiene sollten gemeinsam geplant werden.
- Liegt die Präparation überwiegend im Dentin, wird der adhäsive Verbund schwächer; eine Krone sollte erwogen werden.
- Bei sehr dunklen Verfärbungen deckt ein dünnes Veneer die Farbe eventuell nicht ab; Stärke und Opazität sollten vorab besprochen werden.
Aus Sicht des Zahnarztes
Vorplanung mit Wax-up
Länge, Form und Lachlinie werden zunächst in Wachs aufgebaut. Mit dem Mock-up-Schlüssel lässt sich das Ergebnis am Patienten erproben.
Transluzenzplanung
Rohling und Schichtstärke werden nach Stumpffarbe und Zielfarbe gewählt. Inzisale Übergänge entstehen durch Bemalung und Schichtung.
Rand- und Kontaktkontrolle
Dünne Ränder und Kontaktpunkte werden am Modell geprüft. Die Randstärke wird vor der Lieferung korrigiert.
Materialien
| Material | Marke | Hinweis |
|---|---|---|
| IPS e.max Press | Ivoclar | In dünner Schichtstärke pressbares Lithiumdisilikat |
| Vitapan 3D-Master | VITA | Farbabstimmung |
Hersteller- und CE-Angaben der Materialien finden Sie auf der Seite Qualität.
Was wir für Ihren Auftrag benötigen
- Abformung oder Scan vor der Präparation (für das Wax-up)
- Präzisionsabformung oder Scan nach der Präparation, Gegenkiefer und Bissregistrat
- Gesichtsfotos: Ruhelage, Lächeln und Nahaufnahme mit Wangenhalter
- Zielfarbe und Stumpffarbe (VITA-Skala, Foto mit Farbmuster im Mund)
- Patientenfreigabe nach dem Mock-up und Hinweise zur Länge
- Hinweise zu Eckzahnführung und Protrusionskontakten
Fertigungsablauf
- Diagnostisches Wax-upAuf dem Situationsmodell werden Zielform und Länge in Wachs aufgebaut, ein Mock-up-Schlüssel wird hergestellt.
- Freigabe durch den ZahnarztNach dem Mock-up wird das Wax-up gemäß Ihren Anmerkungen überarbeitet und die endgültige Form freigegeben.
- Modellation und PressenDie Veneers werden auf dem Präparationsmodell modelliert und aus IPS e.max-Rohlingen gepresst.
- Farbe und OberflächencharakterDurch Bemalung und, wo nötig, Schichtung entstehen inzisale Transluzenz und Oberflächentextur.
- SymmetriekontrolleRandschluss, Kontakte und Symmetrie zur Mittellinie werden am Modell geprüft.
Fotos


Häufig gestellte Fragen
Wie viel Präparation ist für Veneers nötig?
Der Abtrag hängt von der angestrebten Farbveränderung und der im Wax-up festgelegten Form ab. Eine tiefenkontrollierte Präparation durch das Mock-up hilft, den Schmelz zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, das Wax-up vor der Präparation anzufordern.
Sind präparationsfreie Veneers möglich?
Wenn Zahnform und Zielposition es zulassen, sind minimalinvasive oder präparationsfreie Veneers möglich. Dabei besteht das Risiko einer Überkonturierung und einer Stufe am Rand. Die Entscheidung sollte gemeinsam anhand des Wax-ups getroffen werden.
Was tun bei einer Farbabweichung bei der Einprobe?
Vor dem Befestigen wird die Farbe mit Try-in-Pasten beurteilt; die Zementfarbe kann kleine Abweichungen ausgleichen. Bei deutlicher Abweichung wird das Veneer anhand Ihrer Fotos neu eingefärbt oder neu angefertigt.
Häufig zusammen mit diesem Fall angefragt

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