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Kronen und Brücken
Festsitzende Arbeiten von Einzelkronen über mehrgliedrige Brücken bis zu gegossenen Stiftaufbauten nehmen wir mit einem einzigen Auftragszettel an. Unsere Materialempfehlung richtet sich nach Brückenlänge, Pfeilerbefund und Okklusion; die endgültige Entscheidung zwischen Zirkonoxid, e.max und VMK liegt bei Ihrer Planung.

Indikationen
Wann empfohlen
- Vollkrone bei Zähnen mit großem Substanzverlust
- Gegossener Stiftaufbau und Krone bei wurzelbehandelten Zähnen
- Zahngetragene Brücke bei einem oder mehreren fehlenden Zähnen
- Erneuerung bestehender Kronen und Brücken
- Rehabilitationen mit neu eingestellter Bisshöhe (nach der provisorischen Phase)
Was mit dem Labor abzustimmen ist
- Reicht die parodontale Abstützung der Pfeilerzähne für die Brückenbelastung nicht aus, sollten Implantate oder herausnehmbare Lösungen erwogen werden.
- Lange Extensionsglieder erhöhen das Risiko von Frakturen und Pfeilerüberlastung; dies sollte vor dem Design besprochen werden.
- Fehlt die Parallelität zwischen den Pfeilern, ist eine gemeinsame Einschubrichtung eventuell nicht möglich; eine Korrektur der Präparation oder ein geteiltes Design kann nötig sein.
Aus Sicht des Zahnarztes
Kombinierter Fall auf einem Auftragszettel
Im selben Mund lassen sich Zirkonoxidbrücke, e.max-Krone und Stiftaufbau gemeinsam planen. Alle Einheiten werden nach derselben Farbreferenz abgestimmt.
Übertragung vom Provisorium auf die definitive Versorgung
Bei Fällen mit veränderter Okklusion wird diese zunächst mit einem PMMA-Provisorium erprobt. Die freigegebene Form wird in das definitive Design übernommen.
Kontrolle von Verbindern und Brückengliedern
Verbinderquerschnitte und Brückengliedform werden nach Anzahl der Pfeiler und Spannweite geprüft.
Materialien
| Material | Marke | Hinweis |
|---|---|---|
| Zirkonoxid-Ronde | Zirkonzahn | Monolithische oder verblendete Kronen und Brücken |
| IPS e.max Press | Ivoclar | Metallfreie Einzelkronen und kurze Brücken |
| Wiron 99, Magnum, Shera | BEGO, MESA, Shera | Kronen- und Brückenlegierungen für VMK |
| Noritake Keramik | Noritake | Verblendung auf Metallgerüst |
| Lot | Dentaurum | Metallverstärkte Brückenverbinder, wo erforderlich |
| PMMA | – | Gefräste provisorische Kronen und Brücken |
Hersteller- und CE-Angaben der Materialien finden Sie auf der Seite Qualität.
Was wir für Ihren Auftrag benötigen
- Abformung oder Scan aller Pfeiler mit klar erkennbarer Präparationsgrenze
- Gegenkiefer und Bissregistrat; falls vorhanden, Gesichtsbogenregistrierung
- Farbe (VITA-Skala) und Stumpffarbe
- Materialwunsch oder Bitte um Materialempfehlung des Labors
- Gewünschte Brückengliedform (ovate, modifizierter Ridge-Lap usw.)
- Bei Stiftaufbauten: Wurzelkanalabformung
Fertigungsablauf
- Analyse der EinschubrichtungParallelität der Pfeiler und gemeinsame Einschubrichtung werden am Modell oder im Scan geprüft.
- MaterialabstimmungJe nach Spannweite, Stumpffarbe und Okklusion wird die Materialwahl bei Bedarf mit Ihnen abgestimmt.
- DesignKronen, Brückenglieder und Verbinder werden im CAD oder per Wachsmodellation aufgebaut.
- FertigungJe nach Material wird gefräst, gepresst, gegossen oder lasergesintert.
- Einprobe und AusarbeitungWo erforderlich, werden Verblendung und Glasur nach der Gerüsteinprobe fertiggestellt.
Fotos


Häufig gestellte Fragen
Ist bei Brücken eine Gerüsteinprobe nötig?
Bei kurzen Brücken kann mit einer guten Abformung meist direkt fertiggestellt werden. Bei großen Spannweiten und Brücken mit mehreren Pfeilern empfehlen wir eine Gerüsteinprobe, um den spannungsfreien Sitz zu bestätigen. Bei Fehlpassung eines Metallgerüsts kann es getrennt und gelötet werden; bei Zirkonoxid wird ein neues Gerüst gefertigt.
Was benötigen Sie für einen gegossenen Stiftaufbau?
Sie können eine Wurzelkanalabformung oder ein im Mund hergestelltes Stiftmuster senden. Ausreichend Dentinwand am Kanaleingang ist für den Langzeiterfolg wichtig. Nach dem Zementieren des Stiftaufbaus wird für die Krone in der Regel eine separate Abformung genommen.
Welches Material empfehlen Sie für welchen Fall?
Im Seitenzahnbereich und bei Parafunktion wird häufig monolithisches Zirkonoxid gewählt, im Frontzahnbereich e.max oder verblendetes Zirkonoxid. Bei großen Spannweiten bleibt VMK eine verlässliche Option. Die endgültige Entscheidung liegt bei der klinischen Planung des Zahnarztes.
Häufig zusammen mit diesem Fall angefragt

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